Rezension: A Flock of Seagulls – „A Flock of Seagulls“ (1982)

Ein ganz starkes Debüt dieser Band aus Liverpool. Eine abwechslungsreiche, fantasievolle Mischung aus New Wave, Pop und Rock. Die Singles „I Ran“ und „Space Age Love Song“ waren natürlich die absoluten Kracher und gehören auch heute noch zu den Perlen der 1980er Jahre innerhalb ihres Genres. Doch auch „Modern Love Is Automatic“ mit seinem düsteren, nebulösen Intro ist klasse. Von einem ähnlichen Kaliber ist „Standing in the Doorway“. Und vor allen Dingen klingt das gesamte Album auch heute noch relativ frisch, oder es liegt schlicht daran, dass heute wieder viele Bands jene Ideen der Flock of Seagulls aufnehmen.

Das Album war ein weltweiter kommerzieller Erfolg und erreichte unter anderem die Top-10 der USA. „I Ran“ zog nach – in Australien stand der Song sogar auf Platz eins. Besonders bemerkenswert: Das Instrumental „D.N.A.“ wurde mit einem Grammy für die „Best Rock Instrumental Performance“ ausgezeichnet.

Rezension: Olivia Newton-John – „Soul Kiss“ (1985)

1„Soul Kiss“ ist ein selbst von ihren Fans sehr unterschiedlich aufgenommenes Album von Olivia Newton-John, das seinerzeit am deutlichsten ihre „Sexy-Phase“ ab 1978 unterstrich und letztendlich beendete. Der Titelsong knüpfte thematisch an „Physical“ an, kroch allerdings nicht ganz so hitverdächtig aus den Boxen („nur“ Top-20 in den USA), die zweite Single „Toughen Up“ floppte weltweit. Ansonsten gibt es jede Menge typische 80er-Jahre-Sound-Spielereien („Queen of the Publication“, „Moth to a Flame“, „Driving Music“), ein nostalgisches Kuschelduett mit Beach Boy Carl Wilson und eine überaus zauberhafte, bewegende Ballade am Schluss („The Right Moment“). Textlicher Knaller ist der „flotte Dreier“ in „Culture Shock“!

Als weitere Stargäste im Background sind unter anderem die Schauspielerin und Sängerin Katey Sagal (Peggy Bundy aus „Eine schreckliche nette Familie“) sowie Christopher Cross, Lee Ritenour und Larry Carlton mit von der Partie. Die sehr ausgefallenen Fotografien stammen von Helmut Newton (Vorder- und Rückseite) und Herb Ritts (Innenseite). Gemessen an den vorherigen Erfolgen „Grease“, „Physical“ oder auch die Best ofs war „Soul Kiss“ sicherlich kein großer Wurf, erhielt aber trotzdem eine Gold-Auszeichnung in den USA. Für mich ein herrliches „Guilty Pleasure“.

Update: Zu diesem Album habe ich auf Pinterest eine Pinnwand erstellt.